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Mehr Google-Bewertungen bekommen: 9 Wege, die Google erlaubt

Die meisten zufriedenen Kunden würden Sie bewerten. Sie tun es nur nicht, weil niemand fragt oder der Weg zu umständlich ist. Diese neun Wege helfen, ohne gegen die Regeln von Google oder das deutsche Wettbewerbsrecht zu verstoßen.

ReputationWorks, Dietzenbach · aktualisiert am

Fragen Sie im richtigen Moment

Der beste Zeitpunkt ist direkt nach dem Erlebnis: beim Bezahlen, bei der Fahrzeugübergabe, nach dem Haarschnitt. Ein paar Stunden später ist der Besuch für Ihren Kunden schon Vergangenheit, und die Bitte geht im Alltag unter.

Fragen Sie deshalb persönlich und vor Ort. Ein kurzer Satz genügt, ein langer Vortrag schreckt eher ab.

Fragen Sie alle Kunden, nicht nur die zufriedenen

Es ist verlockend, nur die Kunden zu fragen, die gerade gestrahlt haben. Google untersagt aber, gezielt positive Bewertungen einzusammeln. Fragen Sie deshalb jeden Kunden auf dieselbe Weise und mit neutralen Worten, also nicht „Wenn Sie zufrieden waren …“, sondern „Wir freuen uns über Ihre Bewertung“.

Das hat einen Nebeneffekt: Ein ehrliches Gesamtbild wirkt glaubwürdiger. Viele Bewertungen mit 4,7 Sternen überzeugen neue Kunden oft mehr als wenige perfekte.

Machen Sie den Weg so kurz wie möglich

Jeder zusätzliche Schritt kostet Bewertungen. „Suchen Sie uns einfach bei Google“ heißt für den Kunden: App öffnen, Namen tippen, das richtige Profil finden, nach unten scrollen, auf „Rezension schreiben“ tippen. Viele geben auf halbem Weg auf.

Besser ist ein direkter Weg zum Bewertungsformular: über Ihren Google-Bewertungslink, einen QR-Code oder eine NFC-Platte, an die der Kunde nur sein Handy hält. Welche Variante wo passt, steht im Vergleich NFC oder QR-Code.

Zeigen Sie den Weg dort, wo Kunden ohnehin hinsehen

  • An der Kasse oder Theke: eine NFC-Platte oder ein Aufsteller mit QR-Code.
  • Auf Kassenbon und gedruckter Rechnung: ein QR-Code mit einem Satz dazu.
  • Auf Ihrer Website: ein Button „Bewerten Sie uns bei Google“.
  • In Ihren Social-Media-Profilen: der Link in der Bio oder in einem angepinnten Beitrag.
  • Auf Visitenkarte und Flyer: ein kleiner QR-Code auf der Rückseite.

Geben Sie Ihrem Team einen festen Satz

Wenn jede Mitarbeiterin anders fragt, fragt am Ende kaum jemand. Legen Sie einen Satz fest, den alle verwenden, zum Beispiel:

„Wir freuen uns über Ihre Bewertung bei Google. Einfach das Handy hier an die Platte halten.“

Zeigen Sie dabei auf die Platte oder den Code. Mehr ist nicht nötig, und niemand muss sich unwohl fühlen.

Antworten Sie auf jede Bewertung

Antworten zeigen, dass hinter dem Profil Menschen stehen, die zuhören. Neue Kunden lesen vor allem, wie Sie mit Kritik umgehen. Bedanken Sie sich bei Lob, bleiben Sie bei Kritik sachlich und bieten Sie an, die Sache direkt zu klären.

Wenn Ihnen die Worte fehlen: Unser kostenloser Antwort-Generator schlägt drei passende Antworten vor.

Halten Sie Ihr Profil vollständig

Ein gepflegtes Profil mit richtiger Kategorie, aktuellen Öffnungszeiten, guten Fotos und einer klaren Beschreibung wird häufiger angesehen. Mehr Besucher im Profil bedeutet auch mehr Menschen, die eine Bewertung hinterlassen können.

Unsicher, wo Ihr Profil steht? Wir schauen es uns im kostenlosen Google-Profil-Check an.

Erinnern Sie, aber auf dem richtigen Weg

Eine Bitte um Bewertung per E-Mail, SMS oder WhatsApp gilt in Deutschland als Werbung. Der Bundesgerichtshof hat 2018 entschieden, dass das sogar für eine Feedback-Anfrage in der E-Mail mit der Rechnung gilt (Az. VI ZR 225/17). Solche Nachrichten dürfen Sie deshalb nur schicken, wenn der Kunde vorher eingewilligt hat.

Auf der sicheren Seite sind Sie mit allem, was der Kunde vor Ort oder auf Papier sieht: die Platte an der Kasse, der QR-Code auf dem Bon, ein Hinweis auf der Terminkarte.

Bleiben Sie dran statt Aktionen zu starten

Bewertungen sammeln sich am besten nebenbei, Woche für Woche. Eine plötzliche Welle, etwa nach einem Aufruf an alle Bekannten, wirkt auf Leser unnatürlich und kann Google auffallen. Ein fester Ablauf an der Kasse bringt über Monate mehr als jede einmalige Aktion.

Wie viele Bewertungen Ihnen bis zu Ihrem Ziel fehlen, zeigt der Bewertungsrechner.

Was Sie nicht tun sollten

  • Gegenleistungen anbieten: Rabatte, Gratisgetränke oder Gewinnspiele für Bewertungen verbietet Google ausdrücklich.
  • Bewertungen kaufen oder schreiben lassen: Gefälschte Bewertungen sind in Deutschland seit Mai 2022 ausdrücklich verboten (Anhang zu § 3 Abs. 3 UWG) und werden von Google gelöscht.
  • Nur Zufriedene fragen: Unzufriedene Kunden gezielt auszusortieren, verstößt gegen die Richtlinien von Google.
  • Team, Familie und Freunde bewerten lassen: Bewertungen müssen auf echten Erfahrungen als Kunde beruhen.

Quelle zu Anreizen und echten Erfahrungen: Google-Hilfe zu Rezensionen. Dieser Ratgeber ist keine Rechtsberatung.